Was sind Pixelbilder?

Pixelbilder setzen sich aus einzelnen farbigen Punkten zusammen. Je mehr Punkte pro Flächeneinheit, desto höher die Qualität (Auflösung).

Fotos sind in der Regel Pixelbilder.

Bei der Vergrößerung des Bildes werden die einzelnen Pixel vergrößert. Bei starker Vergrößerung werden die Pixel für das bloße Auge erkennbar; die Auflösung begrenzt die mögliche Vergrößerung.

Was sind Vektorgrafiken?

Bei Vektorgrafiken gibt es keine Pixel. Vektorgrafiken bestehen aus mathematisch definierten Flächen. Ein umgangssprachlich gefasstes Beispiel für eine kreisrunde Fläche mit roter Füllung würde lauten: Um den Mittelpunkt M wird im Abstand R eine Linie gezogen. Die so entstehende Fläche erhält die Farbe Rot.

Bei jeder Skalierung kommt die Formel zur Anwendung. Das Ergebnis ist in jedem Fall eine Fläche mit scharfen Kanten.

Bei Vektorgrafiken spielt die Auflösung (angegeben in dpi) keine Rolle. Vektorgrafiken sind ohne Qualitätseinbußen beliebig skalierbar.

Was besagt die Auflösung?

Die Auflösung ist bei Fotos (Pixelbildern) von Bedeutung. Sie ist eine relative Größe. Sie bezieht sich auf die Druckgröße. Die Auflösung „dpi“ bedeutet „dots per inch“, oder Pixel pro Zoll.

Die Auflösung – besser: Pixeldichte – ist maßgeblich für die Qualität des gedruckten Fotos. Für den hochwertigen Offset-Druck gilt eine Auflösung von rund 250 dpi als ausreichend.

Wird ein 10 cm breites Foto mit einer Dichte von 300 dpi auf 20 cm vergrößert, halbiert sich die Dichte auf 150 dpi. Die absolute Anzahl der Pixel bleibt erhalten, verteilt sich aber auf eine größere Fläche.

Stellen Sie sich einen bedruckten Luftballon vor: Je größer man ihn aufpustet, desto flauer wird das Bild. Das gilt auch umgekehrt: Eine Reduzierung der Abbildungsgröße erhöht die Dichte, führt also zu besserer Qualität.

Kann ich die Auflösung von Fotos erhöhen?

Nein und ja. Im Grunde nicht wirklich.

Erhöht man in einer Bildbearbeitungssoftware die Auflösung, verringert sich die Abbildungsgröße. Eine Erhöhung der Auflösung bedeutet hier: Die Pixel rücken dichter zusammen.

Die Anzahl der Pixel bleibt erhalten, die ausgefüllte Fläche wird kleiner.

Eine andere Möglichkeit ist die Neuberechnung. Damit wird die Auflösung tatsächlich erhöht, allerdings zu Lasten der Qualität. Die Software rückt nicht die Pixel dichter zusammen, sondern schiebt neue Pixel dazwischen.

Welcher Art die zusätzlichen Pixel sind, errechnet die Software anhand der Umgebung. Als Ergebnis erhält man zwar eine höhere Auflösung, aber ein unscharfes Bild.

Wie erkenne ich die druckbare Größe von Fotos?

Für die druckbare Größe von Fotos (Pixelbildern) gibt es eine Faustregel:

Unter den Eigenschaften eines Bildes finden sich die Abmessungen in Pixel. Streicht man von den Abmessungen zwei Kommastellen ab, erhält man die maximal druckbare Größe in Zentimeter.

Beispiel: 1278 x 928 Pixel ergeben eine druckbare Maximalgröße von rund 12 x 9 cm.

Diese Werte gelten für den Offset-Druck. Für den Druck auf Bannermaterialien kann man die doppelte Größe annehmen. Hier also rund 24 x 18 cm.

Welche Fotos sind für den Druck geeignet?

Geeignet sind alle Bilder in den gängigen Dateiformaten (TIF, JPG, JPEG, BMP etc.). Dabei ist die Datendichte/Auflösung zu beachten. Als für den Druck geeignet gilt eine Auflösung ab ca. 250 dpi. Als optimale Größe werden 300 dpi betrachtet.

In der Regel nicht geeignet sind Bilder aus dem Internet und Bilder, die zum Beispiel in Word, PowerPoint und Excel eingebunden sind.

Sind Bilder aus dem Internet für den Druck geeignet?

Aus dem Internet heruntergeladene Bilder sind dem Grundsatz nach nicht geeignet, es sei denn, sie werden ausdrücklich als für den Druck geeignet angeboten. Letzteres ist häufig bei Bildern der Fall, die von Pressestellen angeboten werden.

Heruntergeladene Bilder haben in der Regel eine zu geringe Datendichte (zu geringe Auflösung). Sie sind vereinfacht gesagt zu klein.

Dieses Problem besteht nicht bei Vektorgrafiken.

Hinweis: Auch für Bilder aus dem Internet gilt das Urheberrecht!

Kann ich Bilder in einer WORD-Datei einreichen?

Bitte niemals Bilder in Word, PowerPoint oder andere Office-Anwendungen einbetten. Immer die Originale bzw. Ausgangsdateien einreichen.

Office-Anwendungen nehmen im Moment des Imports unkalkulierbare Veränderungen an den Bildern vor.

Wie sollte eine Logo-Datei beschaffen sein?

Eine Logo-Datei kann als Vektorgrafik oder als Pixelbild ausgelegt sein. Das hängt vom Motiv ab.

Vorzugsweise ist ein Logo als Vektorgrafik ausgelegt. Dann spielt die Auflösung keine Rolle. Vektorgrafiken sind ohne Qualitätseinbußen beliebig vergrößerbar.

Vorsicht: Wird eine als Vektorgrafik angelegte Zeichnung mit einem Pixelbild kombiniert, gelten die Beschränkungen des Pixelbildes!

Wie sollte eine Manuskript-Datei beschaffen sein?

Für das Layout müssen die Teile eines Dokuments wie Texte, Bilder, Tabellen, Diagramme separat bereit liegen. Deshalb ist es für einen reibungslosen Workflow optimal, wenn alle Teile separat eingereicht werden. Sollen Bilder, Tabellen oder Diagramme an einer bestimmten Stelle im Text platziert werden, bitte im Manuskript einen Hinweis setzen.

Legenden zu Bildern, Grafiken und Tabellen bitte gesammelt am Ende des Manuskripts oder in einer separaten Textdatei platzieren.

Fotos und andere Abbildungen sollten separat in ihrer ursprünglichen Form verfügbar sein.

Was ist ein Proof?

Ein Proof ist ein Druck nach einem genormten Verfahren auf Spezialpapier. Er zeigt das zu erwartende Druckergebnis. Im Wesentlichen geht es hierbei um die Überprüfung der Farbwiedergabe.

Ein Proof wird auf kalibrierten Maschinen erstellt, die bestimmte Toleranzen einhalten müssen. Der Proof dient als Richtlinie für die Druckerei sowie als Referenz für etwaige Reklamationen.

(Siehe auch Was ist ein Formproof?)

Was ist ein Formproof?

Ein Formproof oder Standproof zeigt das zu erwartende Druckergebnis. Er dient nicht der Farbkontrolle, sondern zeigt die platzierten Formen, also Texte und Bilder.

Ein Formproof ist nicht dasselbe wie der Ausdruck eines Layout-PDFs. Ein Formproof wird erstellt, nachdem das Layout-PDF die für den Druck erforderlichen Konvertierungsschritte durchlaufen hat. Er ist gewissermaßen ein Abzug von der Druckform. Streng genommen ist die Konvertierung nicht absolut fehlerfrei. Unter besonderen Bedingungen kann es dabei beispielsweise zu falsch dargestellten Zeichen oder zu unerwünschten Kursivierungen kommen.

Dennoch ist der Formproof nicht überflüssig. Bei mehrseitigen Publikationen dient er auch der Kontrolle der Seitenanordnung. Denn bei einer Broschüre beispiesweise werden immer mehrere Seiten (bis zu 16 oder mehr) auf einem Druckbogen platziert ("ausgeschossen"). Dabei kommt es auf das richtige Ausschießschema an.

(Siehe auch Was ist ein Proof?